Corona-Verstöße in Maistadt

Nur wenige Verstöße gegen Corona-Maßnahmen – Ordnungsamt und Polizei gemeinsam im Einsatz

Maistadt. Vor einigen Tagen wurden die Einschränkungen im öffentlichen Leben zur Eindämmung der Corona-Epidemie nochmals verschärft. Das Maistädter Ordnungsamt hat nun ihre Kapazitäten erhöht und setzt weitere Mitarbeiter im Außendienst ein. Gemeinsam mit der Polizei werden Kontrollen durchgeführt.

„Es geht um Leben und Tod“, sagte Maistadts Bürgermeister Thomas Bende in einer Videobotschaft. Er appellierte an die Bevölkerung, die Verbote und Einschränkungen einzuhalten. „Nur dadurch schaffen wir es, unser Gesundheitssystem nicht zu überfordern.“ Das Ordnungsamt stellte in den letzten Tagen nur wenige Verstöße fest. Dies sei „sehr erfreulich“, so Amtsleiter Martin R.

„Nur wenn wir uns alle daran halten, können wir eine noch schlimmere Krise verhindern. Wir haben eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Doch auch das beste System kommt irgendwann an seine Grenzen. Eine Verlangsamung der Ausbreitung ist unabdingbar. „

Thomas Bende; Bürgermeister

Unter anderem grillten am Abend drei Personen im Stadtpark. Es wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Allen Personen droht nun ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro. In Maistadt-Seeheim stellten die Beamten bei der Kontrolle eines Imbissbetriebes fest, dass die Gäste innerhalb des Imbiss auf ihr Essen warteten. Nach aktuell geltender Rechtslage ist dies nicht erlaubt. Die Gäste müssten auf der Straße warten. Der Geschäftsführer wurde aufgeklärt und Nachkontrollen angekündigt. Verstößt er erneut gegen die Verordnung, muss er mit einem Bußgeld von voraussichtlich 4000 Euro rechnen. Am frühen Morgen wurde der Ordnungsbehörde eine Gruppe von Jugendlichen auf dem Fischmarkt gemeldet, die dort wahrscheinlich Alkohol zu sich nahmen. Die Mitarbeiter fanden diese Gruppe tatsächlich vor. Besagte Personen flüchteten allerdings mit dem Auto. Eine Verfolgung war zu diesem Zeitpunkt nicht möglich. Zum Bertolt-Brecht-Gymnasium wurde am Nachmittag eine Polizeistreife gerufen. Eine Autofahrerin meldete auf dem Schulgelände eine Ansammlung von drei Personen. Die Polizeibeamten leiteten drei Bußgeldverfahren ein (200 Euro) und sprachen Platzverweise aus.

Bei zahlreichen weiteren Kontrollen im gesamten Stadtgebiet verhielten sich die Menschen korrekt. Auch Lebensmittelgeschäfte und Imbissbetriebe hielten sich an die Abstands- und Hygieneregeln. Amtsleiter Martin R.: „Die Mehrheit der Bevölkerung hat den Ernst der Lage verstanden. Die Unverbesserlichen können wir leider nur mit hohen Geldstrafen davon abhalten.“